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Mögliche industrielle Anwendung der supramolekularen Vorstufen

In der Industrie ist ein Verfahren zur Herstellung von faserverstärkten Keramiken etabliert und wird auch zur Produktion von entsprechenden Werkstücken eingesetzt [12].

Abbildung 1.1: Von der supramolekularen Vorstufe zum fertigen Werkstück [12].
\begin{figure}
\centering\epsfig {file=abbildungen/keramik.eps,width=0.95\textwidth,clip=}\end{figure}

In diesem Verfahren, siehe Abbildung 1.1, wird eine flüssige Vorstufe zunächst mit einem keramischen Pulver in einem Schlicker vermischt. Anschließend wird eine eventuell vorher beschichte Faser mit der Suspension getränkt (Faserinfiltration). Die Bauteile werden aus den getränkten Fasern in Wickel- oder Laminat Technik geformt.

Die Werkstücke werden anschließend im Autoklaven in ihrer Form durch Venetzung stabilisiert. Zur weiteren Stabilisierung werden sie meist nochmals mit einer flüssigen Vorstufe getränkt (Nachinfiltration) und erneut im Autoklaven getrocknet.

Dieser Zyklus aus Vernetzung und Nachinfiltrieren wird so lange wiederholt, bis die gewünschten Eigenschaften erreicht sind. Die eigentliche Keramik bildet sich während der anschließenden Pyrolyse im Sinterofen bei etwa 1200°C.

Es ist aus betriebswirtschaftlicher und technischer Sicht sinnvoll, auch die neue Mullit-Keramik in diesem Prozeß herzustellen und so die bestehenden Maschinen auch für die neue Keramik zu verwenden.

Daher ist die zu entwickelnde Vorstufe hinsichtlich ihrer physikalisch-chemischen Eigenschaften auf diesen Prozeß einzustellen.


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2001-03-17